Meran (italienisch Merano, lateinisch Meranum, mittelalterlich an der Meran) ist nach der Landeshauptstadt Bozen mit 37.253 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Südtirols.
Über Jahrhunderte war Meran die Tiroler Landeshauptstadt.
Meran liegt inmitten eines von Bergen bis zu einer Höhe von 3335 m (Texelgruppe) umgebenen Talkessels, an der Taleinfahrt des Passeiertals, des Vinschgaus und des Etschtals und ist bereits seit dem 19. Jahrhundert vor allem als Kurort bekannt.

Meran wird in Gratsch, Obermais, Untermais (südlich der Passer), Labers, Sinich und das eigentliche Meran (oft auch als „Altstadt“ bezeichnet) unterteilt. Eine administrative Unterteilung in Fraktionen existiert, wie auch in Bozen, nicht.

Meran blickt auf eine lange Tradition als Kur- und Fremdenverkehrsort zurück und gilt als eine der ersten Touristenhochburgen des Habsburgerreiches mit vielen namhaften Gästen aus Politik und Kultur. Wissenschaftler und Ärzte schätzten vor allem das milde, mediterrane Klima und die reine Luft der Kurstadt, die besonders die Heilung von Lungenleiden begünstigte. Nach 1945 gelang es, aus Meran erneut einen der wichtigsten Fremdenverkehrsorte Südtirols zu machen. 1981 wurde hier die Schach-Weltmeisterschaft zwischen Karpow und Kortschnoi ausgetragen, nachdem schon im Jahr zuvor das Kandidaten-Finale zwischen Kortschnoi und Dr. Hübner in Meran stattgefunden hatte.

Das Klima Merans ist mediterran geprägt; übers Jahr werden durchschnittlich ca. 300 Sonnentage gezählt. Von der Texelgruppe im Norden und Nordwesten wird der Talkessel vor Niederschlägen und kalten Winden gut geschützt. Das nach Süden geöffnete Tal sorgt für die Zufuhr ausgeglichen warmer Luft (auch im Spätherbst und im Frühjahr), wodurch das Wachstum mediterraner Pflanzen wie z.B. Palmen, Zypressen, Steineichen, Lorbeer, Myrthen und Libanonzedern begünstigt wird. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 11,5 Grad; die Januardurchschnittstemperatur 1,1 Grad, die Julidurchschnittstemperatur 21,7 Grad. (Mittlere Höchsttemperaturen: Jan. 6,5 Grad; Juli 29,5 Grad; mittlere Tiefsttemperaturen: Jan. -4,3 Grad, Juli 13,9 Grad). Jahresniederschlag im Mittel: rund 700 mm, mit relativ trockenen Wintern und relativ feuchten Sommern.





















